Sicherheit

Allgemeines

Die Sicherheit ist ein wichtiger Schlüssel, von dem der Erfolg des Internet abhängt. Dieses Gebiet wurde früher vernachlässigt. Doch täglich berichten uns die Massenmedien, dass immer mehr kommerzielle Transaktionen auf dem elektronischen Wege getätigt werden. Das Bedürfnis nach digitalen Unterschriften oder elektronischen Zahlungsmöglichkeiten wird von Tag zu Tag größer. Aus diesem Grund werden sehr hohe Ansprüche an die Sicherheit gestellt. Die nächste Generation (Version 6) des Internet-Protokolls, die erstmals in RFC 1752 umschrieben wird, ist eine alternative zu SSL und IPSec. IPv6 unterstützt einen viel größeren Adressraum als sein Vorläufer IPv4 und bietet noch darüber hinaus markante sicherheitsrelevante Kanalorientierte Neuerungen. Sicherheitsmechanismen für die Authentisierung und Verschlüsselung wurden in IPv6 auf IP Ebene spezifiziert. Definierte Verfahren durch Verschlüsselungsfunktionen verhindern das Mitlesen von Unbefugten. Es gibt zwei verschiedene Varianten:
1. Es werden alle Nutzdaten ( Payload ) verschlüsselt. Der Header bleibt lesbar. 2. Der Header wird verschlüsselt, in ein anderes IPv6 Packet verpackt und über ein Tunnel zu einem festen Punkt befördert.
Dies könnte Beispielsweise der POP einer anderen Firma sein. Diese Variante ist sinnvoll, wenn z.B. zwei Filialen eines Unternehmens Daten über das Internet austauschen. Die interne Adresse des Unternehmens ist im Internet nicht sichtbar, sondern nur die Adresse des POP. Den Beweis das die Information nicht verfälscht worden ist, liefern die Authentisierungsmechanismen. Diese identifiziert auch den Absender (Digitale Unterschrift ). Es werden verschiedene Kryptographien eingesetzt. Das MD5 ( 128 Bit langen Schlüsseln ) ist ein symmetrisches Verfahren. es ist das Default Verfahren für den Authentisierungsmechanismus. Die Verschlüsselung dient ausschließlich der Authentisierung und fällt deshalb nicht unter die alten US Exportbeschränkungen. Aus diesem Grund ist die Länge von 128 Bit möglich.
Es wird ein Key-Management-Mechanismus (KDC ) der vor der Verschlüsselung einen Schlüssel vereinbart benötigt, um den Payload verschlüsseln zu können. Um eine Blockade durch Eindringlinge zu verhindern wird ohne Fehlermeldung abgebrochen , falls dieser Mechanismus zu einem negativen Ergebnis führt.

Der IPv6 schreibt zwar keinen Verschlüsselungsmechanismus vor, doch muss jedes System im Internet den DES mit CBD (Cipher Block Chaining ) unterstützen.
 

 

Was spricht für IPv6?

IPv6 mit seinem sehr großem Addressraum bringt außerdem noch seine eigene Sicherheitsarchitektur mit: IPSec, ist ein kryptographisches Verfahren, dass zum Schutz von Daten dient ( Datenpackete werden verschlüsselt und authentifiziert ). Dadurch kann jeder Nutzer auf der Ebene der Übertragungstechnik einstellen , ob und welche Teile der Netzkommunikation er geschützt übermitteln haben möchte. Außerdem kann jeder Anbieter im Netz Zertifikate in den Datenverkehr einbauen, die z.B einen Käufer bestätigen, dass die Daten der Kreditkarte nur an den Händler gehen.

 

Was spricht gegen IPv6?

Experten warnen davor, dass bei der Benutzung der Ethernetkarte die eindeutige MAC-Adresse ( Adapteradresse ) in die Übertragung per IPv6 mit eingebaut werden. Die MAC-Adresse ist zwar nicht unmittelbar mit persönlichen Daten eines Nutzers verbunden, aber wenn ein Internetsurfer über einen Ethernetadapter ins Internet geht, lassen sich sehr leicht Profile des Internetssurfers erstellen. Sobald der Nutzer mit seiner Kreditkarte bezahlt oder seine persönlichen Daten verrät verlieren diese Profile ihre Anonymität.
 

Fazit

Wir hätten nur dann alle Grund zum Jubeln, wenn IPv6 nicht dieses „Merkmal" aufzuweisen hätte: Es gibt keine echte Anonymität mehr.