Aufbau des IPv6-Rahmens




Ein IP-Paket besteht zunächst wieder aus IPv6-Header und IPv6-Payload (wie IPv4), außerdem kann es noch aus optionalen IPv6-Headern bestehen.
Aufgrund der Vergrößerung der Adressen wurde der IPv6-Header im Vergleich zum IPv4-Header von 20 Byte auf 40 Byte angehoben. Die Gesamtzahl der Funktionsfelder wurde jedoch von 12 auf 8 minimiert. Die Reduzierung der Felder hat den Vorteil der einfacheren Verarbeitung. Außerdem ist die Bearbeitungszeit eines IP-Pakets im Router maßgeblich von der Anzahl der Funktionsfelder abhängig, die Header-Vergrößerung auf 40 Byte fällt dabei nicht so stark ins Gewicht. Deshalb war bei der Neuentwicklung von IPv6 eine Verkleinerung dieser Felder von großer Bedeutung um eine Beschleunigung der Datenübertragung zu ermöglichen. Außerdem wurde beim IPv6 im Vergleich zum IPv4 auf eine Checksumme verzichtet, um den Routern die aufwendige Überprüfung- und damit Rechenzeit- zu ersparen. Ein Übertragungsfehler muss deshalb in den oberen Schichten erkannt werden.



Der elementare IPv6-Header



Der IPv6-Header steuert mit seinen Feldern die Funktion des Protokolls.
Der elementare IPv6-Header auch IPv6-Basis-Header genannt ist in RFC 2460 definiert.
Der IPv6-Basis-Header besteht aus folgenden Feldern:


Version
(4-Bit)
Priorität
(8-Bit)
  Flow-Label
(20-Bit)
Payload(“Nutzlast”-)Länge
(16-Bit)
Nächster Header
(8-Bit)
Hop Limit
(8-Bit)
IP-Adresse des Absenders (4*32-Bit)
IP-Adresse des Empfängers (4*32-Bit)
„Nutz“-Daten
 











Durch die optionalen Header, die bei IPv6 erstmalig verwendet werden, wird Rechenzeit gespart, da beim „routen“ der IP-Pakete nur der Basis-Header von den Routern überprüft wird. Bei Verwendung mehrerer optionaler Header werden sie einfach aneinandergefügt. Allerdings ist dabei auf die Reihenfolge zu achten, da jeder Header die Identifikation des nachfolgenden Headers enthält. Optionale Header stehen zwischen dem Basis-Header und der Nutzlast.