Entstehungsgeschichte IPv6




Die Arbeiten an der neuen Generation des Internet-Protokolls hatten bereits 1992 begonnen - zu einer Zeit, als noch kaum jemand etwas mit dem Wort "Internet" anzufangen wußte.

Zwei Jahre spter hatte die Internet Engineering Task Force (IETF) als Nachfolger von Ipv4 die berarbeitete Version, IP version 6 (IPv6) auch IpnG (IP next generation) genannt, in wesentlichen Zügen spezifiziert. Dies erfolgte in einer ganzen Reihe von "Requests for Comment" (RFC), den Internet-typischen De-Facto-Standards.

Das ständige Wachstum des globalen Internet (Verdopplung etwa jährlich) ebenso wie die stark ansteigende Anzahl von Benutzern, Diensten und Anwendungen setzen voraus, dass sich die Architektur des Internet den Ansprüchen der neuen Technologien anpasst.

Es bestehen bereits viele Probleme beim IPv4-Standard. Um nur einige zu nennen:

  • 32 bit Adressbereich ist zu klein
  • Routing ist ineffizient
  • mangelnde Unterstützung für mobile Geräte
  • Sicherheitsbedürfnisse sind gewachsen
  • Deshalb soll IPv6 nach Jahren des ungebremsten Wachstums eine Runderneuerung

    für den gewachsenen Flickenteppich sein und vor allem mit einem neuen Adressierungsschema eine stabile Plattform für die kommenden Jahrzehnte schaffen.

    Seit der Entscheidung der IETF im Juli 1994 zugunsten von IPv6 als das Internet-Protokoll der nächsten Generation wird auf weltweit breiter Basis an der Einführung von IPv6 ins Internet gearbeitet. Heute sind bereits viele Ipv6-Implementierungen für Host- als auch für Router-Plattformen verfügbar und auch einsetzbar.

    Auf die Internet Protokolle kommen in der nächsten Zeit also völlig neue Anforderungen zu. Wie versucht wird, diese Anforderungen mit IPv6 zu erfüllen, soll im Folgenden näher beschrieben werden.